Oracle Data Integrator (ODI) und Oracle Warehouse Builder (OWB) im Vergleich
[Datenintegration: Deklarativer Ansatz vs. imperativer Ansatz]
- Datawarehousing im Allgemeinen,
- den Oracle Data Integrator (ODI),
- den Oracle Warehouse Builder (OWB),
- unser Know-how und wie wir Sie bei der Datenintegration unterstützen können
Einige der wichtigsten Unterschiede und Alleinstellungsmerkmale werden im Folgenden aufgeführt:
Oracle Warehouse Builder (OWB) |
Oracle Data Integrator (ODI1) | ||
| Imperatives Tranformations-Design
... viele gleichartige Aufgaben (typischerweise 80 % - 90 % der Transformationen pro Quelltabelle) müssen einzeln beschrieben werden | Deklaratives Transformations-Design
... gleichartige Aufgaben (bspw. auch tabellenübergreifend) können über "Knowledge Modules" zusammengefasst werden | ||
| geringere Wiederverwendbarkeit
implementierter Strukturen
... etwas Flexibilität hier bspw. durch Pluggable Mappings, "(Schema-)Modules", ""Locations" | Modulare Implementierungs-Architektur
... mit Hilfe von vordefinierten Knowledge Modules, welche sich bei Bedarf leicht ändern und erweitern lassen | ||
| hauptsächlich grafisches
Transformationsdesign
... mittels sog. Operatoren, welches im Hintergrund in PL/SQL umgewandelt wird | Hochflexible Definition der
Transformationen / Knowlege Modules
... von reiner Mouseklick-Konfiguration bis hin zu SQL, PL/SQL, Java und vielem mehr passt sich die Konfigurations- an die Tranformationskomplexität individuell an, was Einspareffekte von 30 % - 50 % in der Entwicklungszeit erzielen lässt | ||
| Homogene E-LT2-Architektur
... mit Hilfe der hochperformanten Oracle Datenbank | Heterogene E-LT2-Architektur
... prinzipiell unabhängig von der Transformationsplattform, wobei typischerweise relationale Datenbanken im Datawarehouseumfeld am geeignetsten sind | ||
| Fülle an datenbankzentrischer Funktionalität
... noch mächtiger bzgl. verschiedenster, datenbankzentrischer Funktionalitäten (z.B. Predefined Tranformations, Oracle Transformation Library) | unabhängig und flexibel
... generell flexibler und auch unabhängig von Datenbanksystemen einsetzbar | ||
| kostenlose OWB Basic ETL Edition
... als Bestandteil ab der Oracle Database Standard Edition (SE) | |||
| umfangreiche Connectivity zu vielen Systemen
... bspw. über JDBC, ODBC, Gateways, Application Adapters | optimierte Connectivity-Architektur
... mit Hilfe integrierter Konnektoren für High-Performance Extraction und Load (JDBC) | ||
| SOA-Native Architektur
... Datenintegrationsaufgaben mit Hilfe von Services leichtgewichtiger Java-Agenten bereitstellen und monitoren | |||
| Desktop-Client-Architektur für Linux und Windows
... nur 32bit supportet; Server läuft in Oracle Datenbank und deren Betriebssystem | Web- und Desktop-Client-Server-Architektur für viele Betriebssysteme mit
Java SDK Unterstützung
... 32 bit und 64 bit supportet, u.a. für Linux, Windows, Mac OS | ||
| Change Data Capturing (CDC) Setup wird unterstützt
... mittels Consistency Windows oder Simple CDC, wobei Oracle Streams4 Technologie nicht genutzt wird | Change Data Capturing (CDC) Knowledge Modules sind an Board
... damit lassen sich bspw. per Oracle Streams3 fast Realtime Datawarehouses realisieren | ||
1 Hinweis: “ODI” bezeichnet alleinstehend offiziell die Anwendung “Oracle
Data Integrator”.
Der ODI ist bspw. Teil der Oracle Data Integration Suite (offiziell auch “ODI Suite” genannt) in welcher auch der OWB Enterprise Edition (OWB EE) integriert ist.
Insofern kann sich ODI inoffiziell auch allgemein auf “Oracle Data Integration” (Komponenten), also unter anderem auch den OWB, beziehen.
2 Hinweis: E-LT = Extract - Load and Transform: dabei setzen sowohl ODI als auch
OWB auf diese überlegene Form des allgemeinen ETL-Ansatzes, wobei vor
allem der Netzwerkverkehr und die Ausführungsgeschwindigkeit deutlich
optimiert werden (als Popup oder Hint?)
3 Hinweis: hier sollte man allerdings auch Oracle Golden Gate mit den Anforderungen vergleichen
Fazit
Aus den oben genannten Ausführungen und aus der Erfahrung heraus lässt sich Folgendes schlussfolgern:
- zukunftsfähige "Nur-OWB-Funktionalität" wird in den perspektivisch überlegenen ODI integriert
- Migrationen werden sich auf OWB-zu-ODI konzentrieren
- wichtige ODI-Funktionalität wird über Schnittstellen und Wizards im OWB nutzbar, so dass spätere Migrationen vereinfacht werden
- das perspektivisch unterlegene OWB-Produkt als solches wird aussterben (ohne Kundennachteile)
- kostenseitig wird die Migration höchstwahrscheinlich keine bedeutenden Kundennachteile mit sich bringen (z.B. wird es höchstwahrscheinlich auch weiterhin eine Art kostenloser Basic ETL Funktionalität ab der Oracle Database Standard Edition geben)
Dabei spielt letztendlich die Funktionalität dieser und anderer Datawarehouse-Werkzeuge dennoch eine Nebenrolle. Lesen Sie dazu den Abschnitt "Was ASPICON und Oracle Ihnen bieten können" unter den nachfolgenden Links.
Siehe auch
- Was ASPICON und Oracle Ihnen bieten können (zum Thema "Oracle Datenintegration und Datawarehousing")
- Oracle Datenintegration und Datawarehousing
- Oracle Data Integrator (ODI) (die interne Konkurrenz zum OWB)
- Oracle Warehouse Builder (OWB) (die interne Konkurrenz zum ODI)






