Oracle 11gR2 baut ASM zu einer vollwertigen Storage Management Lösung aus
Meldung vom 24.03.2010
Das mit Datenbankversion 11gR2 neu veröffentlichte ASM Cluster File System (ACFS) stellt auf Basis des bewährten Automatic Storage Management (ASM) ein universell nutzbares Filesystem für alle Arten von Dateien - nicht wie bislang, nur datenbankspezifischen - zur Verfügung. Es umfasst alle wesentlichen Funktionen, die bislang nur durch zusätzlich eingesetzte Storage Management Software bereitgestellt wurden.
Zusätzlich zur Verwendung als Clusterfilesystem kommt ACFS auch als Volumemanager für lokale Filesysteme in Betracht. Oracle ACFS homogenisiert damit nicht nur den Softwarestack der Datenbankserver in einer weiteren Schicht, sondern spart zudem erhebliche Kosten ein.
ACFS bietet in der Version 11.2 u.a. folgende Features:
- Die Verwendung einer 64-bit-Adressierung ermöglicht Kapazitäten im Exabyte-Bereich.
- Eine logbasierte Transaktionsverwaltung sichert Filesystemintegrität und schnelles Recovery.
- Daten im ACFS werden endian-unabhäng gespeichert und sind damit leichter zwischen bislang endian-unverträglichen Plattformen (z.B. Intel - Sparc) portierbar. Der ASM Dynamic Volume Treiber unterstützt dynamische Online-Vergößerung und -Verkleinerung des Filesystems und kann auch das Volumemanagement für nicht-ACFS-Filesysteme übernehmen.
- ACFS-Filesysteme sind per CIFS oder NFS exportierbar und können damit sowohl in entfernte Windows- als auch Unix-Systeme eingebunden werden. Mittels ASM Filesystem Snapshots können point-in-time-Kopien des Filesystems, z.B. für Backups, Reportingzwecke oder präventiv für das Wiederherstellen versehentlich gelöschter Dateien erstellt werden.
- ASM Intelligent Data Placement überwacht das Zugriffsverhalten der Platten und plaziert häufig angefragte Daten in performantere Diskbereiche. Sämtliche Verwaltungsaufgaben für ACFS, ASM Dynamic Volume und ASM File Access Control sind in den Enterprise Manager integriert.
ACFS darf, da Bestandteil der Oracle Grid Infrastructure, ohne Zusatzkosten auf Maschinen eingesetzt werden, die mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllen:
- Für das Betriebssystem liegt ein gültiger Oracle Unbreakable Linux Supportvertrag vor.
- Im betreffenden Cluster wird die Oracle Database Standard Edition oder Enterprise Edition betrieben.
- Die Oracle Clusterware, ebenfalls Bestandteil der Oracle Grid Infrastructure, wird zur Verwaltung einer Software eingesetzt, die entweder von Oracle stammt oder auf einer Oracle Datenbank arbeitet.
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