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Oracle VM 3.0 - eine erste Einschätzung

Meldung vom 28.11.2011

 

Seit August diesen Jahres ist Oracle VM 3.0 verfügbar. Neben aktualisierten Softwarekomponeten gegenüber der Version 2.2, wie Xen 4.0, OCFS2 1.8 und aktualisierten Treibern in der Dom0 für den Zugriff auf die Hardware, gibt es einige wichtige und hilfreiche Neuerungen.
Änderungen gibt es bzgl. der Oracle DB, die als Repository des Oracle VM Managers dient. Zwar ist wie bei den vorangegangenen Versionen eine Oracle DB Express Edition (XE) im Lieferumfang von Oracle VM 3.0 enthalten, diese ist jedoch nur zur Evaluierung des Produkts vorgesehen. Für Produktionssupport ist der Einsatz einer Oracle Datenbank Standard oder Oracle Datenbank Enterprise Edition notwendig.

Sowohl der Oracle VM Server als auch der Oracle VM Manager sind nur als 64-bit Versionen erhältlich. Selbstverständlich lassen sich Gastbetriebssysteme für 32-bit anlegen und verwalten. Allerdings sind Versionen 3 und 6 des Redhat Enterprise Linux nicht mehr unterstützt. Oracle Linux 6 dagegen schon.

Bei der Administration sind einige erfreuliche Erleichterungen hinzugekommen. So lassen sich über die Web-GUI nicht nur Netzwerkschnittstellen zusammenfassen (NIC bonding/teaming), sondern auch VLANs einrichten, was in vorherigen Versionen nur auf Betriebssystemebene der Oracle VM Server in der Dom0 mittels Kommandozeilentools möglich war.

Eine erhebliche Verbesserung der Web-GUI stellt ebenfalls die konsequente Verwendung eines Jobskonzepts dar. D.h. Aufgaben, auch zeitaufwändige, lassen sich anstoßen, werden in eine Queue eingereiht und abgearbeitet. Ihr Status wird angezeigt und evtl. aufgetretene Fehler lassen sich jederzeit anschauen. So kann man zügig weiterarbeiten und hat den aktuellen Zustand stets im Blick. Die Vielzahl der Verbesserungen hat zu einem komplett neuen Produkt geführt. Abwärtskompatibilität war dabei aber wohl nicht vorgesehen. So lassen sich weder Oracle VM Server der Version 2.2 mit dem neuen Manager betreiben, noch umgekehrt. Ein Wechsel auf die neue Oracle VM Version ist also nur mit einer Downtime der virtuellen Instanzen möglich und kann nicht automatisiert durchgeführt werden. 

(Autor: Jochen Held, Oracle VM for x86 Certified Implementation Specialist)





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