Microsoft SQL Server AlwaysOn Availability Groups

Die AlwaysOn Availability Groups bieten sowohl in der Enterprise Edition als auch Standard Edition bietet einen optimalen Einstieg in die SQL Server Hochverfügbarkeit.

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Mit den AlwaysOn Availability Groups hat Microsoft eine HA Lösung geschaffen, die viele Anforderungen abdeckt und dabei flexibel bleibt.

Die Kerntechnologie der Availability Groups ist die Datenbankspiegelung, die aber um weitere Features wie lesbare Replikate, mehrere Replikationsziele, synchrone und asynchrone Spiegelungen, sowie automatisches Failover erweitert wurden.

Lizenzseitig gibt es zwei verschiedene Implementierungen der Availability Groups. In der Enterprise Edition sind die vollwertigen Availability Groups mit allen Features enthalten. In der Standard Edition gibt es seit dem SQL Server 2016 die eingeschränkte Version „Basic Availability Groups“.


Voraussetzungen

Für den Betrieb einer AlwaysOn Availability Group muss die Installation folgende Voraussetzungen erfüllen:

Windows:

  • mindestens zwei Windows Server ab 2012
  • Windows Server darf kein Domänencontroller sein.
  • Jeder Server ist Mitglied eines Windows Failover Clusters.
  • Beide Windows Server haben Zugiff auf ein Dateifreigabequroum für den WSFC.
  • Die SQL Server Instanzen sind auf der gleichen Version (2016 oder 2017).
  • Die SQL Server Instanzen besitzen die gleiche Collation.
  • Die SPN's für Kerberos müssen manuell für das Dienstkonto vergeben werden.

Editionseinschränkungen

Die AlwaysOn Availability Groups werden auch in der Standard Edition unterstützt. Allerdings werden sie hier allerdings „Basic Availability Groups“ genannt. Für die Standard Edition ergeben sich folgende Einschränkungen:

  • maximal zwei Replikate, davon ein primäres und ein sekundäres
  • kein lesbares sekundäres Replikat möglich
  • Backups können nur vom primären Replikat erstellt werden.
  • Integritätschecks können nur auf dem primären Replikat durchgeführt werden.
  • SQL Server Version ist mindestens 2016.
  • Es kann nur eine Datenbank pro Availability Group konfiguriert werden. Man benötigt also für jede Datenbank eine eigene Availability Group.
  • Basic Availability Groups können nur auf Standard Editionen konfiguriert werden.
  • Basic Availability Groups können nicht Teil einer verteilten Availability Group sein.

Features

Die Enterprise Edition des SQL Servers bietet folgende Features:

  • bis zu neun Replikate, d.h. bis zu neun unterschiedliche Windows Server und Instanzen, davon bis zu drei synchrone Replikas
  • Möglichkeit zu asynchronen Replikas (für größere Distanzen oder höhere Latenz)
  • Failover Typen: automatischer Failover, manueller Failover, erzwungener manueller Failover
  • lesbare sekundäre Replikate
  • Backupoperationen (vollständig und Transaktionslog) vom sekundären Replikat
  • Konfiguration von Availability Group Listenern (DNS Name + IP Adresse), die im Failover Fall automatisch mitgezogen werden
  • Transportverschlüsselung und Kompression

Architektur und Funktionsweise

Das folgende Schaubild stellt die grundsätzliche Funktionsweise eines AlwaysOn Availability Groups Clusters dar.

Schaubild Microsoft SQL Server AlwaysOn Availability Groups