Microsoft SQL Server 2017 Questions & Answers

Hier beantworten wir Ihnen 10 interessante Fragen zum Microsoft SQL Server 2017.

Icon SQL Server

Q: Auf welchen Plattformen kann der SQL Server 2017 betrieben werden?

Derzeit bietet Microsoft Support für folgende Plattformen:

  • WINDOWS
    • Windows Server 2016 (Datacenter, Standard)
    • Windows Server 2012 R2 (Datacenter, Standard, Essentials, Foundation)
    • Windows Server 2012 (Datacenter, Standard, Essentials, Foundation)
  • LINUX
    • Red Hat Enterprise Linux 7.3 und 7.4
    • SUSE Linux Enterprise Server v12 SP2
    • Ubuntu 16.04
  • DOCKER
    • Docker-Engine 1.8+


Für die Editionen Standard, Express und Developer gilt die Ergänzung, dass diese auf folgenden Client Windows Systemen unterstützt werden:

  • Windows 10 (Home, Professional, Enterprise, IoT Enterprise)
  • Windows 8.1 (8.1, Pro, Enterprise)
  • Windows 8 (8, Pro, Enterprise)

Q: Von welchen Versionen kann ich auf SQL Server 2017 aktualisieren?

Sie können Ihre Datenbanken von folgenden Versionen direkt auf den SQL Server 2017 migrieren:

  • SQL Server 2008 SP4 oder höher
  • SQL Server 2008 R2 SP3 oder höher
  • SQL Server 2012 SP2 oder höher
  • SQL Server 2014 oder höher
  • SQL Server 2016 oder höher

Q: Welche Features werden zukünftig entfernt und sind abgekündigt?

Folgende Features werden in der nächsten Version des SQL Servers entfernt und stehen dann nicht mehr zur Verfügung:

  • BACKUP DATABASE oder LOG WITH PASSWORD
  • BACKUP DATABASE oder LOG WITH MEDIAPASSWORD
  • Datenbankkompatibilitätslevel 100 (SQL Server 2008 und 2008R2)
  • Result Sets von Triggern (Es können keine Ergebnissätze mehr von Triggern bekommen werden)
  • Verschlüsselung mit RC4 und RC4_128 → Zukünftig AES benutzen
  • Remoteserver (soll mit Linked Server ersetzt werden)
  • SET ROWCOUNT für INSERT, UPDATE und DELETE
  • HOLDLOCK ohne Klammern (Muss mit Klammern verwendet werden)

Q: Welche Features stehen nicht mehr zur Verfügung?

Folgende, in vorherigen Versionen abgekündigte Features, stehen in dieser Version nicht mehr zur Verfügung:

  • Kompatibilitätsgrad 90 (Wird schon ab SQL Server 2016 nicht mehr unterstützt)
  • Codezugriffssicherheit von CLR (CAS) wird nicht mehr unterstützt, ersetzt durch „sp_configure clr strict security“, was standardmäßig aktiviert ist
  • Das ActiveX Subsystem wird schon seit SQL Server 2016 nicht mehr unterstützt. Statt dessen soll die Befehlszeile oder PowerShell verwendet werden.

Q: Welche wichtigen Neuerungen gibt es?

  • Resumable online Index rebuild – D.h. Sie können die Neuerstellung eines Indizes unterbrechen und später an der gleichen Stelle fortführen. Das ist sinnvoll um eine Index Neuerstellung eines sehr großen Indizes über mehrere Wartungsfenster zu strecken, oder auch um einen Clusterschwenk während eines Rebuilds durchzuführen. Des Weiteren können Sie während des Rebuilds Transaction Log Backups mit Log Truncate durchzuführen.
  • Neue Möglichkeiten den SQL Server mit Graph Datenbanken. Sie können „Node“ oder „Edge“ Tabellen anlegen und in den Abfragen das „MATCH“ Schlüsselwort benutzen.
  • „Adaptive query processing“,  was eine verbesserte Erstellung von Abfrageplänen durch den Query Optimizer bietet
  • „Automatic tuning“ ist ein Datenbank Feature, was pro Datenbank aktiviert werden kann, und bietet zwei Funktionen
    • „Automatic plan correction“ - was problematische Ausführungspläne automatisch verbessert
    • „Automatic index management“ - was fehlende Indizes hinzufügt und überflüssige entfernt
  • SELECT INTO … ON FileGroup – SELECT INTO kann nun auch Daten direkt in eine FileGroup laden.
  • Erhöhte Backupperformance für kleine bis mittlere Datenbankgrößen
  • AlwaysOn Availability Groups ohne einen Cluster (Windows oder Linux)
  • Availabiltity Groups zwischen Windows und Linux Hosts
  • Retention Policy für Temporäre Tabellen

Q: Welche Hochverfügbarkeits-Lösungen werden in welcher Edition unterstützt?

LösungVorraussetzungenEditionFailover Mechanismus
AlwaysOn Availability Groups 
  • min. 2 Nodes mit lokalem Speicher
  • max. 8 Nodes
 
Enterprise
Windows und Linux
automatisch, manuell
AlwaysOn Availability Groups Basic 
  • max. 2 Nodes mit lokalem Speicher
  • max. 1 Datenbank pro Availability Group
 
Standard
Windows und Linux
automatisch. manuell
AlwaysOn Failover Cluster 
  • min. 2 Nodes
  • Shared Storage (SAN oder SMBv3)
 
Enterprise, Standard
Windows und Linux
automatisch, manuell
SQL Server Mirroring 
  • max. 2 Nodes
  • optional 1 Zeugeninstanz
 
Enterprise, Standard
nur Windows
automatisch mit Zeuge,
sonst manuell
Log Shipping 
  • min. 2 Nodes
 
ab SQL Server Web Edition
(mit Einschränkung auf Express)
Windows und Linux
manuell

Q: Welche Sicherheitsfeatures werden in welcher Edition unterstützt?

FeatureEditionInfo
Row-level SecurityEnterprise, Standard, Web, ExpressRegelbasierte Filterung auf Zeilenebene
Always EncryptedEnterprise, Standard, Web, Expressclientbasierte Verschlüsselung aller Daten
Dynamic Data MaskingEnterprise, Standard, Web, Expressregelbasierte Maskierung der Ergebnisse
Server AuditingEnterprise, Standard, Web, ExpressAudit von Serverereignissen (Login, Backup etc.)
DatenbankauditingEnterprise, Standard, Web, ExpressAudit von Datanbankereignissen (SELECT etc.)
Transparent Data EncryptionEnterpriseVerschlüsselung der Datenbankdateiein
Extensible Key ManagementEnterpriseSchlüsselverwaltung mit HKM/ESM Modulen
User-defined RolesEnterprise, Standard, Web, Expressspezifische Berechtigungsrollen für Nutzer
Cotained DatabasesEnterprise, Standard, Web, Expressinstanzunabhängige Datenbanken
BackupverschlüsselungEnterprise, StandardVerschlüsselung der Backupdateien

 

Q: Was sind die Grenzwerte für CPU, Arbeitsspeicher und Datenbankgröße?

FeatureEnterpriseStandardWebExpress
CPUOS Maximum4 Sockets und 24 Kerne4 Sockets und 16 Kerne1 Socket und 4 Kerne
RAMOS Maximum128 GB64 GB1420 MB
Datenbankgröße524 PB524 PB524 PB10 GB
In Memory Datenbankgrößenicht limitiert32 GB16 GB352 MB

 

Q: Welche Virtualisierungsplattformen sind für den Betrieb zertifiziert?

Microsoft bietet SQL Server Support für folgende Virtualisierungsplattformen:

  • Windows Server 2008 und neuer mit Hyper-V
  • Microsoft Hyper-V Server 2008 und neuer
  • VMware vSphere ab Version 4.0, insbesondere aber 6.5 – 6.7
  • Oracle VM 3.4

Q: Bis wann wird der SQL Server 2017 supported?

Ende des grundlegenden Supports (Sicherheits- und Funktionsupdates):
11.10.2022

Ende des erweiterten Supports (Sicherheits- und kritische Funktionsupdates):
12.10.2027