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Der Oracle Trace File Analyzer

Mit dem TFA stellt Oracle ein mächtiges Tool zur Verfügung, das den Arbeitsaufwand eines DBAs reduzieren kann.

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Der Oracle Trace File Analyzer (TFA) ist Bestandteil des Autonomous Health Framework und dient als:

  • Schnittstelle zu verschiedenen Diagnosetools,
  • Überwachung von Log-Dateien auf signifikante Probleme
  • und der Echtzeitüberwachung von Cluster und Datenbanken.


In diesem Zusammenhang ist der TFA in der Lage, Informationen über den gesamten Cluster zu sammeln und an einer einzelnen Stelle zu konsolidieren. Der Oracle Trace File Analyzer wird standardmäßig bei der Installation der GI- bzw. Datenbanksoftware in einer abgespeckten Variante mitgeliefert. Folgende Abbildungen zeigen den Unterschied:

Manuelle TFT-Installation   Standard TFA bei einer GI 18c

Der Oracle Trace File Analyzer wird in der Regel aller drei Monate aktualisiert. Dabei werden bestehende Mechanismen um Funktionen erweitert und von Zeit zu Zeit neue Werkzeuge hinzugefügt. Um alle Funktionen nutzen zu können und auf dem aktuellsten Stand zu sein, ist es demnach ratsam, sich die aktuellste Version aus dem Support-Portal von Oracle herunterzuladen. Das Tool kann im Deamon-Mode (von Oracle empfohlen) und Non-Deamon-Mode installiert werden. Sollten Sie sich für die Installation im Deamon-Mode entscheiden, kennt der TFA zwei Run-Modi:

1. Autonome Diagnose Sammlung

In einem Fehlerfall wird eine Automatische Diagnose Sammlung gestartet, bei der verteilte Informationen konsolidiert werden. Anschließend wird, je nach Konfiguration, eine Nachricht an den DBA versendet. Darüber hinaus ist es möglich, die Diagnose-Sammlung zum Oracle-Support hochzuladen. Sollte es sich um einen schwerwiegenden Fehler handeln, bei dem viele Ereignisse in kurzen Abständen auftreten, ist der gesamte Prozess durch einen Flutkontrollmechanismus gesichert:

  1. Die Identifikation eines Ereignisses löst den Startpunkt für eine Sammlung aus.
  2. Fünf Minuten nach dem Start-Ereignis beginnt die Diagnoseerfassung.
  3. Treten zu diesem Zeitpunkt weitere Fehlermeldungen auf, wartet die Diagnosesammlung weitere fünf Minuten.
  4. Nach Ablauf der Zeit wird 30 Sekunden lang geprüft, ob keine weiteren Ereignisse eintreten (bis zu weiteren 5 Minuten).
  5. Treten nach 10 Minuten immer noch Fehler auf, wird eine Diagnosesammlung durchgeführt und ein neuer Startpunkt für eine weitere Sammlung ausgelöst.


Sollten Sie „Bauchschmerzen“ bei der Übermittlung sensibler Informationen an den Oracle Support haben, bietet TFA die Möglichkeit an diese Daten zu maskieren. Dazu muss die Datei tfa_home/resources/mask_strings.xml bearbeitet werden.

Beispiel:
Es sollen der Knotenname (node1) und die IP-Adresse 192.168.1.1 ersetzt werden.

<mask_strings>
    <mask_string>
        <original>node1</original>
        <replacement>ReplacementKnoten1</replacement>
    </mask_string>
    <mask_string>
        <original>192.168.1.1</original>
        <replacement>Knoten1-IP</replacement>
    </mask_string>
</mask_strings>

2. Analyse und Sammlung nach Bedarf

Neben der autonomen Diagnose-Sammlung ist es möglich, Diagnosen oder Aktionen manuell auszuführen. Die Bedienung kann mittels Kommandozeilenbefehl, TFA-Konsole oder über ein Menü stattfinden.

Als kleines Beispiel soll der TFA-Status angezeigt werden.

Geben Sie den nachfolgenden Befehl ein:

tfactl status

TFA Status mittels Befehlszeilenkommando ermitteln

Die TFA-Konsole wird mittels Befehl

tfactl

gestartet.

TFA Status mittels Konsole ermitteln

Starten Sie das TFA-Menü durch die Eingabe von

tfactl menu

und navigieren Sie zur gewünschten Ausgabe.

Das TFA Hauptmenü

Statusausgabe im TFA-Menü

Wie Sie sehen, führen alle Bedienmöglichkeiten zum gleichen Ergebnis.

Fazit

Mit dem TFA liefert Oracle ein mächtiges Tool, welches durchaus das Potential hat, den Arbeitsaufwand eines DBAs zu verringern. Sind Sie vertraut mit den Zusammenhängen in einer Oracle-Cluster-Umgebung, so ist der Oracle Trace File Analyzer auf jeden Fall ein bis zwei Blicke wert.


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