Oracle Real Application Clusters (RAC) One Node

Kombiniert die Vorteile eines Cold-Failover mit der Technologie von Oracle Real Application Clusters - also ein Hybrid zwischen Failover und echtem RAC.

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Oracle RAC One Node wird aufgrund des etwas unglücklich gewählten Produktnamens gern mit Oracle Restart verwechselt. Es handelt sich aber hierbei nicht etwa um einen "Oracle RAC", der nur aus einem Node besteht, sondern um den Betrieb einer Single-Instance-Datenbank auf einer echten RAC-Infrastruktur. Aber auch Oracle Restart ist kein "Oracle RAC", der aus einem Node besteht, sondern der Betrieb der Oracle Grid Infrastructure (nicht zu verwechseln mit der Datenbank Option Oracle Real Application Clusters (RAC)) auf einem isolierten Node. Oracle RAC One Node ist daher also eher mit Cold Failover vergleichbar, wenngleich es über ein paar wenige Features verfügt, die ein klassisches Failover nicht out-of-the-box leistet.

Zuerst bietet Oracle RAC One Node natürlich erst mal alle Vorzüge des Cold Failover, insbesondere klassisches Relocate bei Serverausfall und damit eine wesentlich höhere Verfügbarkeit als bei Single-Server-Betrieb. Ebenso kommt hier der Aspekt "Konsolidierung von Single-Instance-Datenbanken auf bestehende (Cluster-)Infrastrukturen" im Sinne zentralisierter Wartung und Betriebskosteneinsparung zum Tragen. Sprich, wenn im Unternehmen ohnehin ein Oracle RAC betrieben wird, können darauf zusätzlich auch Single-Instance-Datenbanken laufen. Das kann man aber auch ohne Oracle RAC One Node Option, nur müsste man dafür in der Enterprise Option extra zahlen (da die RAC-Option in der Datenbanksoftware installiert ist). Nur in der Oracle Datenbank Standard Edition ist diese RAC Option kostenlos. Damit allein kann sich Oracle RAC One Node also noch nicht vom simplen Cold Failover, wie er bereits auch in der Oracle Datenbank Standard Edition One verfügbar ist, abgrenzen.

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit der kontrollierten Onlinemigration von Single-Instance-Datenbanken von einem Node zu einem anderen. Ein Relocate im Cold Failover Umfeld (egal, ob ungeplant oder geplant) ist immer mit dem Verlust aller Sessions verbunden und erfordert ein reconnect aller Clients. Eine Oracle RAC One Node Online Migration hingegen verläuft prinzipiell in folgenden Schritten:

  1. Aus der Single-Instance-Datenbank wird vorübergehend eine Cluster-Datenbank, die eine Instanz auf dem "alten" und eine auf dem "neuen" Node betreibt.

  2. Die Instanz auf dem "alten" Node nimmt keine neuen Connects mehr an. Alle Connectanforderungen werden von der Instanz auf dem "neuen" Server bedient.

  3. Alle Sessions auf dem "alten" Server bleiben noch für ein konfigurierbares Zeitfenster, maximal 12h, bestehen. Irgendwann in diesem Zeitfenster muss jeder Client, der noch auf den "alten" Node verbunden ist, seine Sessions beenden und neu aufbauen, um auf den "neuen" Node gelenkt zu werden.

  4. Mit Ablauf des Zeitfensters wird die "alte" Instanz mit einem "shutdown abort" beendet und die Datenbank wieder als klassische Single-Instance-Datenbank, nun aber auf dem "neuen" Node, betrieben. Alle bis dahin noch nicht migrierten Sessions gehen verloren.

Der Begriff "Online Migration" ist also eigentlich nur ein Marketing-Ausdruck. Tatsächlich macht man sich nämlich ohnehin anfallende, planmäßige Auszeiten der Sessions für die Migration zu Nutze.

Über Sinn und Unsinn der Oracle RAC One Node Option kann man sicher streiten. Ist man aus anderen Gründen auf die Nutzung der Enterprise Edition angewiesen, liegt die eigentliche Rechtfertigung für den Einsatz der Oracle RAC One Node Option aber in der Preisersparnis gegenüber der mehr als doppelt so teuren Oracle RAC Option, die man andernfalls für diese Datenbank nachlizenzieren müsste. Denn die als einzigartiges Feature herausgestellte Online-Migration kann man ohne weiteres auch mit einer echten RAC-Datenbank durch entsprechende Manipulation des Listeners nachstellen; und das allerdings auch in der Standard Edition.

Zudem sollte man nicht den Fakt aus den Augen lassen, dass eine Online-Migration mit Oracle RAC One Node in der Praxis ja nur funktioniert, wenn die Business Logik Reconnects innerhalb eines maximal 12h großen Zeitfensters zulässt. Bei klassischen Client-Server-Anwendungen, die in einen 8h-Arbeitstag eingebunden sind, mag das der Fall sein. Bei Application Servern oder Produktionsanlagen im 24x7-Betrieb dürfte das schon schwerer zu bewerkstelligen sein.

Ein weiteres Feature von Oracle RAC One Node ist die On-the-fly-Wandlung einer Oracle RAC One Node Datenbank in eine "echte" Oracle RAC Datenbank. Ein nicht weiter verwunderliches Feature, da die Mechanismen für den Betrieb als Oracle RAC Datenbank in der Oracle RAC One Node Datenbank ja bereits implementiert sind. Diese Umwandlung ist jedoch in der Praxis ohne Oracle RAC One Node Option auch in wenigen Minuten offline erledigt. Sollte die Datenbank derart hohe Verfügbarkeitsanforderungen haben, dass man diese Downtime nicht einrichten kann, hätte man sich bei gründlicher Überlegung aber wahrscheinlich bereits vor der Inbetriebnahme für eine echte Oracle RAC Datenbank entschieden.

Qualifikationen

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  • Oracle Certified Master (OCM)
  • Oracle Certified Professionals (OCP)
  • Oracle Certified Associates (OCA)
  • Oracle Database 11g Implementation Specialist
  • Oracle Database 11g Performance Tuning Certified Expert

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