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DBA-Tipp: Microsoft SQL Server-Updates

Die Information ist ein schnelllebiges Gut. Jeden Tag werden wir mit hunderten Informationen zugemüllt. Deshalb sind wir bestrebt uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und nur substantiell nachhaltige Informationen bereitzustellen.

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In diesem Artikel möchten wir auf die für den SQL Server bereitgestellten Updates eingehen und dafür einige Empfehlungen geben. 

Update-Policy von Microsoft

Nachdem eine neue Version des SQL Servers bereitgestellt wurde, bietet Microsoft für eine gewisse Zeit Updates an. Die Zeiträume, in denen Updates bereitgestellt werden, können im Groben wie folgt unterschieden werden:

  • 5 Jahre nach dem Release: Mainstream Support
  • 10 Jahre nach dem Release: Extended Support

Während des Mainstream-Supports stellt Microsoft alle ein bis zwei Jahre ein Service-Pack (SP) bereit, welches wiederum alle ein bis zwei Monate durch Cumulative Updates (CU) für jedes Service Pack ergänzt wird. In unregelmäßigen Abständen werden auch Sicherheitsupdates bereitgestellt.

Im Extended-Support hingegen werden nur noch Sicherheitsupdates und kritische Bugfixes kostenlos bereitgestellt, wobei für andere Bugfixes eine Gebühr fällig wird. Ebenso entfällt der im Mainstream-Support angebotene kostenlose Incident-Support seitens Microsoft.

Die Service Packs enthalten alle Bugfixes seit dem letzten Service Pack/RTM und enthalten ggf. auch neue Funktionalitäten. Die Cumulative Updates enthalten wiederum einige seit dem letzten Service Pack gelösten Fehler/Probleme.

Oftmals gerät bei den Support-Zeiträumen in Vergessenheit, dass durch das Release eines neuen Service Packs das alte SP nur noch ein bis zwei Jahre unterstützt wird und danach keine Updates mehr bereitgestellt werden.

Empfehlung für Instanzen im Mainstream Support

Microsoft empfiehlt neben dem letzten Service Pack auch, dass für das Servicepack letzte CU regelmäßig zu installieren. Für die Installation der Updates empfehlen wir, im Jahr vier bis sechs Wartungsfenster einzurichten. 

Die Updates sollten zwei bis vier Wochen vor den Wartungen in einer Testumgebung installiert und – insbesondere die Applikationen, die den SQL Server verwenden – ausgiebig getestet werden. Treten keine Fehler/Probleme auf, kann die Installation auf dem Produktivsystem erfolgen.  

Wir empfehlen außerdem die Updates manuell zu installieren, da eventuell auftretende Fehler/Warnungen bei der Installation gleich erkannt und behoben werden können.

Bei AlwaysOn Failover Cluster Instanzen bzw. bei der Benutzung von AlwaysOn Availability Groups sollte vor der Installation der Updates darauf geachtet werden, zunächst die passive(n) Seite(n) zu patchen und anschließend einen Failover einzuleiten, um dann auch die anderen Server im Verbund zu aktualisieren.

Für die Installation der Patches ist ein Wartungsfenster erforderlich. Die Downtime kann durch eine Hochverfügbarkeitslösung wie  AlwaysOn Failover Cluster Instanzen bzw. AlwaysOn Availability Groups auf ein Minimum reduziert werden.

Empfehlung für Instanzen im Extended Support und darüber hinaus

Instanzen im Extended Support sollten zeitnah auf eine noch im Mainstream-Support befindliche Version migriert werden, bestenfalls auf die jeweils neueste SQL Server Version. Falls das nicht möglich ist, sollte man zumindest regelmäßig alle zur Verfügung stehenden Sicherheitsupdates installieren. 

Fazit

Insbesondere die regelmäßige Einspielung von sicherheitsrelevanten Patches und Updates ist sehr wichtig, wenn man den Anforderungen an die Datensicherheit gerecht werden will. Um nicht aus dem Support für diese Updates zu fallen, sollte man regelmäßig das letzte Service Pack nach dem Erscheinen installieren. Wir empfehlen weiterhin die Installation aller CUs nach deren Release, da nur so sichergestellt wird, Fehler proaktiv zu beseitigen.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Installation von Updates bzw. bei der Migration auf eine supportete Version. 


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In diesem Artikel möchten wir auf die für den SQL Server bereitgestellten Updates eingehen und dafür einige Empfehlungen geben. 

Update-Policy von Microsoft

Nachdem eine neue Version des SQL Servers bereitgestellt wurde, bietet Microsoft für eine gewisse Zeit Updates an. Die Zeiträume, in denen Updates bereitgestellt werden, können im Groben wie folgt unterschieden werden:

  • 5 Jahre nach dem Release: Mainstream Support
  • 10 Jahre nach dem Release: Extended Support

Während des Mainstream-Supports stellt Microsoft alle ein bis zwei Jahre ein Service-Pack (SP) bereit, welches wiederum alle ein bis zwei Monate durch Cumulative Updates (CU) für jedes Service Pack ergänzt wird. In unregelmäßigen Abständen werden auch Sicherheitsupdates bereitgestellt.

Im Extended-Support hingegen werden nur noch Sicherheitsupdates und kritische Bugfixes kostenlos bereitgestellt, wobei für andere Bugfixes eine Gebühr fällig wird. Ebenso entfällt der im Mainstream-Support angebotene kostenlose Incident-Support seitens Microsoft.

Die Service Packs enthalten alle Bugfixes seit dem letzten Service Pack/RTM und enthalten ggf. auch neue Funktionalitäten. Die Cumulative Updates enthalten wiederum einige seit dem letzten Service Pack gelösten Fehler/Probleme.

Oftmals gerät bei den Support-Zeiträumen in Vergessenheit, dass durch das Release eines neuen Service Packs das alte SP nur noch ein bis zwei Jahre unterstützt wird und danach keine Updates mehr bereitgestellt werden.

Empfehlung für Instanzen im Mainstream Support

Microsoft empfiehlt neben dem letzten Service Pack auch, dass für das Servicepack letzte CU regelmäßig zu installieren. Für die Installation der Updates empfehlen wir, im Jahr vier bis sechs Wartungsfenster einzurichten. 

Die Updates sollten zwei bis vier Wochen vor den Wartungen in einer Testumgebung installiert und – insbesondere die Applikationen, die den SQL Server verwenden – ausgiebig getestet werden. Treten keine Fehler/Probleme auf, kann die Installation auf dem Produktivsystem erfolgen.  

Wir empfehlen außerdem die Updates manuell zu installieren, da eventuell auftretende Fehler/Warnungen bei der Installation gleich erkannt und behoben werden können.

Bei AlwaysOn Failover Cluster Instanzen bzw. bei der Benutzung von AlwaysOn Availability Groups sollte vor der Installation der Updates darauf geachtet werden, zunächst die passive(n) Seite(n) zu patchen und anschließend einen Failover einzuleiten, um dann auch die anderen Server im Verbund zu aktualisieren.

Für die Installation der Patches ist ein Wartungsfenster erforderlich. Die Downtime kann durch eine Hochverfügbarkeitslösung wie  AlwaysOn Failover Cluster Instanzen bzw. AlwaysOn Availability Groups auf ein Minimum reduziert werden.

Empfehlung für Instanzen im Extended Support und darüber hinaus

Instanzen im Extended Support sollten zeitnah auf eine noch im Mainstream-Support befindliche Version migriert werden, bestenfalls auf die jeweils neueste SQL Server Version. Falls das nicht möglich ist, sollte man zumindest regelmäßig alle zur Verfügung stehenden Sicherheitsupdates installieren. 

Fazit

Insbesondere die regelmäßige Einspielung von sicherheitsrelevanten Patches und Updates ist sehr wichtig, wenn man den Anforderungen an die Datensicherheit gerecht werden will. Um nicht aus dem Support für diese Updates zu fallen, sollte man regelmäßig das letzte Service Pack nach dem Erscheinen installieren. Wir empfehlen weiterhin die Installation aller CUs nach deren Release, da nur so sichergestellt wird, Fehler proaktiv zu beseitigen.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Installation von Updates bzw. bei der Migration auf eine supportete Version.