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Stolperstein Named User Plus Lizenzierung

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Immer wieder kommt es bei Kunden zu Fehlinterpretationen und falschen Nutzerzahlen im Bereich der Oracle Lizenzierung nach der Metrik Named User Plus. Die zwei häufigsten Fehler sind dabei: 

  1. die freie kundeneigene Interpretation des Begriffes "User"
  2. die oft inkonsequente Ermittlung der tatsächlich benötigten Lizenzanzahl im Zusammenhang mit der allgemeinen Definition dieser Metrik.

Die Schwelle einer Fehl- bzw. Falschlizenzierung ist hier besonders niedrig und kann Kunden schnell in unangenehme Erklärungsnöte gegenüber Oracle bringen.

Hier nochmals die genaue Definition:

"Named User Plus/Named User bezeichnet eine Person, die von Ihnen zur Nutzung der auf einem einzelnen Server oder mehreren Servern installierten Programme ermächtigt wurde – unabhängig davon, ob diese Person die Programme zu einem beliebigen Zeitpunkt auch tatsächlich aktiv nutzt..."

Demnach sind gemäß der Definition ALLE Personen zu lizenzieren, die über eine entsprechende Anwendung auf eine Oracle Datenbank zugreifen. Genauer gesagt, alle Personen die dazu ermächtigt sind, darauf zuzugreifen, egal ob sie es zu irgendeinem Zeitpunkt überhaupt tun. Das können im einfachsten Fall ausschließlich die Mitarbeiter des eigenen Unternehmens sein. Das können aber auch Mitarbeiter von externen Firmen sein!

Beispiel hierfür sind oraclebasierte Zugangskontroll- und Zeiterfassungssysteme, über die Reinigungsfirmen oder freie Mitarbeiter erfasst werden.
Ist eine Bestimmung der Anzahl der zugriffsberechtigten Personen nicht möglich, wie etwa bei einer öffentlichen und frei zugänglichen Webananwendung, dann ist die Named User Plus Lizenzierung schon vom Grunde her obsolet und es muss auf die Prozessor Lizenzierung zurückgegriffen werden.

Ein ebenfalls wenig beachteter Stolperstein ist der Passus maschinell betriebener Geräte (non-human operated devices), die im Rahmen der Named User Plus Lizenzierung ebenfalls zu zählen und zu lizenzieren sind:

"...Ein maschinell betriebenes Gerät wird zusätzlich zu allen Personen, die zur Nutzung der Programme berechtigt sind, als ein Named User Plus gezählt, wenn das Gerät auf die Programme zugreifen kann."

Darunter werden alle autonom agierenden Devices verstanden, die Informationen an eine Oracle Datenbank übermitteln oder darüber gesteuert werden, wie z.B. Messgeräte, Scanner, Lichtschranken, etc. - besonders häufig anzutreffen im Bereich von Lagerverwaltungs- und Fließbandsystemen.

Wenn Sie sich nun unsicher sind, inwiefern Ihre Lizenzierung den Richtlinien von Oracle entspricht, dann stehen Ihnen die Lizenzspezialisten von ASPICON gern zur Verfügung.