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Update zur SE2 Lizenzierung: Oracle's Definition von "Thread"

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Auf eine Vielzahl von Anfragen von Kunden zum Thema "Thread" Limitierung in der SE2 die bei einige Kunden zu Irritationen geführt hatte, gab das Produkt Management via Oracle Infoprice nun nochmal folgendes Statement zur Definition ab:

"The thread limit is coded in the product. Threads are logical processors. It only applies to user processes (not our background processes)."

Für die Vielzahl von SE2 Nutzern hat diese Limitierung damit effektiv keine Auswirkungen. Prozesse oder Threads teilen sich die von den CPUs bereitgestellten Rechenresourcen zyklisch in Zeitslots von wenigen Millisekunden, wobei die Zuteilung von Rechenzeit durch den Scheduler des Betriebssystems durchgeführt wird.

Jede Clientverbindung läuft innerhalb eines Prozesses bzw. Threads, dabei macht sie aber nur einen Bruchteil der Zeit aktiv von der CPU Gebrauch. Den Rest der Zeit wartet sie auf die Zuarbeit von Hintergrundprozessen, etwa wegen ausstehender I/O Operationen, jenen also die nicht von der Limitierung betroffen sind. Während dieser Wartezeiten bekommen andere Client-Prozesse Rechenzeit zugeteilt. Damit macht sich die Limitierung auf 16 Threads erst dann bemerkbar wenn mindestens 16 Clients über einen längeren Zeitraum parallel ausschließlich rechenintensive Operationen, also Berechnungen, Joins oder Sortierungen durchführen.

Ein Szenario, welches im klassischen OLTP Betrieb eher selten der Fall ist. Und auch dann natürlich nur, wenn entsprechende Hardware Verwendung findet (im Intel Umfeld also Dual-Sockel mit Quad-Core CPUs und aktiviertem Hyper Threading). Lediglich bei Kunden welche auf Basis SE1 / SE bisher mit sogenannten Big Blocks (Oracle Solaris Hardware, IBM Power, ...) rechenintensive Operationen ausgeführt haben, könnte es eine Rolle spielen.

Fazit: hier gibt es erstmal keinen Grund zur Panik.