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Oracle Database 19c: Zer­ti­fi­zie­rung für Oracle Linux 9 und Red Hat En­ter­pri­se Linux 9

Oracle Database 19c hat die Zer­ti­fi­zie­rung für das neue Oracle Linux 9 und Red Hat En­ter­pri­se Linux 9 erhalten! Diese Zer­ti­fi­zie­rung bestätigt, dass Oracle Database 19c umfassend auf den neuesten Linux-Platt­for­men getestet wurde und bereit für den Einsatz ist. Auch wenn es eine Weile bis zu dieser Freigabe gedauert hat, ist es doch wichtig, dass diese Zer­ti­fi­zie­run­gen ernst genommen werden.

Was hin­sicht­lich der Zer­ti­fi­zie­rung zu beachten ist, welche Neue­run­gen die aktuellen Be­triebs­sys­te­me mit­brin­gen und ob sich eine Migration für dich lohnt, erfährst du in diesem Beitrag.

Übrigens:

Wie si­cher­lich schon allgemein bekannt ist, läuft der Premier Support für die Oracle Database 19c sowie des In­no­va­ti­on Release für die 21c zum 30.04.2025 aus. Der Extended Support für die 19c wird bis zum 30.04.2027 gewährt. Da Oracle Database 23c in Standard und En­ter­pri­se Edition wohl noch etwas auf sich warten lässt, werden zumindest die zu­sätz­li­chen Gebühren für den Extended Support der 19c bis Ende April 2026 für zwei Jahre erlassen.

Die Oracle Database 23c ist als Base Database Service seit dem 19.09.23 in der Oracle Cloud verfügbar. Für On Premise (Linux) ist die Version für das 1. Halbjahr 2024 angekündigt.

Was ist hin­sicht­lich der Zer­ti­fi­zie­rung zu beachten?

Auch wenn die Zer­ti­fi­zie­rung erstmal die generelle Kom­pa­ti­bi­li­tät zwischen Be­triebs­sys­tem und Datenbank erklärt, so sind doch im Detail einige Vor­aus­set­zun­gen sowohl im Be­triebs­sys­tem als auch in der Datenbank-Software zu schaffen, um die Kom­pa­ti­bi­li­tät zu erreichen.

Folgende Dinge müssen beachtet werden:

  • Es gibt eine Min­dest­an­for­de­rung für das Revision Update (RU): 19.19.0.

  • Kernel-Min­dest­ver­sio­nen:
    • Oracle Linux 9 mit dem Un­bre­aka­ble En­ter­pri­se Kernel 7: 5.15.0–1.43.4.2.el9uek.x86_64 oder höher,
      oder
    • Oracle Linux 9 mit dem Red Hat Com­pa­ti­ble Kernel: 5.14.0–70.22.1.0.2.el9_0.x86_64 oder höher

Bitte beachten:

Diese Zer­ti­fi­zie­rung gilt nicht für Oracle Database 21c!

Was ist neu an Oracle Linux 9?

Oracle Linux 9 ist die neueste Version des von Oracle ent­wi­ckel­ten Linux-Be­triebs­sys­tems. Die wich­tigs­ten neuen Features sind:

  • Un­ter­stüt­zung für die ARM-Ar­chi­tek­tur:
    Oracle Linux 9 ist nun auch für 64-Bit-ARM-Systeme verfügbar. Dies er­mög­licht die Nutzung von Oracle Linux auf einer Vielzahl neuer Geräte, wie z. B. Server, Edge-Geräte und IoT-Geräte.

  • Neue Si­cher­heits­funk­tio­nen:
    Das Be­triebs­sys­tem bringt eine Reihe neuer Si­cher­heits­funk­tio­nen mit, die dazu beitragen, Systeme vor Angriffen zu schützen. Dazu gehören z.B. neue Kernel-Features, ver­bes­ser­te Auditing-Funk­tio­nen und neue Tools für die Schwachstellenerkennung.

  • Ver­bes­ser­te Leistung und Effizienz:
    Oracle Linux 9 wurde in Bezug auf Leistung und Effizienz optimiert. Dies führt zu einer schnel­le­ren Re­ak­ti­ons­zeit von An­wen­dun­gen und einer ge­rin­ge­ren Ressourcennutzung.

  • Neue Tools und Funk­tio­nen für die Cloud-Nutzung:
    Durch neue Container-Tools, die Un­ter­stüt­zung für Ku­ber­netes und OpenShift sowie neue Mi­gra­ti­ons­tools wird die Nutzung von Oracle Linux in der Cloud erheblich erleichtert.

  • Ver­bes­ser­te Un­ter­stüt­zung für Open Source-Tech­no­lo­gien:
    Oracle Linux 9 un­ter­stützt eine Vielzahl neuer Open Source-Tech­no­lo­gien, darunter z.B. Ku­ber­netes, OpenShift, Docker, Ansible und Prometheus.

Übrigens:

Der Premier Support für die Oracle Linux Version 9 endet im Juni 2032 und der Extended Support im Juni 2034. Weitere In­for­ma­tio­nen zum Oracle Linux-Support findest du auf der Oracle Support Seite.

Was ist neu an Red Hat En­ter­pri­se Linux 9?

Red Hat En­ter­pri­se Linux 9 (RHEL 9) bietet eine Reihe neuer Funk­tio­nen und Ver­bes­se­run­gen. Die wich­tigs­ten neuen Funk­tio­nen sind:

  • Un­ter­stüt­zung für die neuesten Sprachen und Runtimes:
    RHEL 9 un­ter­stützt die neuesten Versionen von Python, Java, Go und Rust. Dies er­mög­licht es Ent­wick­lern, die neuesten Funk­tio­nen und Ver­bes­se­run­gen dieser Sprachen und Runtimes zu nutzen.

  • Ver­bes­ser­te Si­cher­heit und Com­pli­ance:
    Das Be­triebs­sys­tem enthält eine Reihe neuer Funk­tio­nen, die die Si­cher­heit und Com­pli­ance von Systemen ver­bes­sern. Dazu gehören die Un­ter­stüt­zung für neue Si­cher­heits­funk­tio­nen in Linux, wie z.B. Kernel-Liv­e­patching und die Ver­bes­se­rung der Compliance-Verwaltung.

  • Ver­bes­ser­te Un­ter­stüt­zung für Container:
    RHEL 9 bietet eine Reihe neuer Funk­tio­nen, die die Ent­wick­lung und Ver­wal­tung von Con­tai­nern ver­ein­fa­chen. Dazu gehören die Un­ter­stüt­zung für au­to­ma­ti­sche Container-Updates und Rollbacks, die Ver­bes­se­rung der Container-Isolation und die Un­ter­stüt­zung für neue Container-Formate.

  • Ver­bes­ser­te Por­ta­bi­li­tät:
    RHEL 9 ist auf einer Reihe von Hardware-Platt­for­men verfügbar, ein­schließ­lich x86, x86-64, ARM und IBM Power. Dies macht es einfacher, RHEL-Systeme auf ver­schie­de­nen Platt­for­men zu migrieren.

 

Darüber hinaus punktet Red Hat En­ter­pri­se Linux 9 mit ver­bes­ser­ter Leistung und Effizienz, Op­ti­mie­rung der Be­nut­zer­freund­lich­keit einer besseren Un­ter­stüt­zung für Open Source-Technologien.

Übrigens:

Der Zeitraum des Full Supports für die Red Hat En­ter­pri­se Linux Version 9 beträgt gemäß RHEL 9 Planning Guide fünf Jahre und endet damit im Mai 2027. Danach gewährt Red Hat weitere fünf Jahre Main­ten­an­ce Support (bis Mai 2032) und darüber hinaus drei Jahre Extended Life Cycle Support (ELS, bis Mai 2035). Nähere dazu findest du auf der Red Hat Life Cycles Seite.

Fazit und Empfehlung 

Falls bei dir in naher Zukunft ein Hard­ware­tausch oder eine Um­struk­tu­rie­rung ansteht, empfehlen wir in jedem Falle, auch gleich auf eines der aktuellen Be­triebs­sys­te­me zu migrieren.

Für den Fall, dass dich die o.g. Features von Oracle Linux 9 oder Red Hat En­ter­pri­se Linux 9 an­spre­chen oder dir einen Vorteil in deiner täglichen Arbeit ver­schaf­fen, so ist natürlich ebenfalls ein Umstieg in Betracht zu ziehen. Sollte später dann die Migration auf die Oracle Database 23c anstehen, so muss nur der Datenbank-Stack migriert werden, da das Be­triebs­sys­tem schon up-to-date ist.

Es ist kein Fehler, am Puls der Zeit zu bleiben und die neuesten tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen zu nutzen, um sein Un­ter­neh­men vor­an­zu­brin­gen. Sprich uns gern an. Wir schauen uns gemeinsam deine IT-In­fra­struk­tur an und er­ar­bei­ten einen Migrationsplan.

Hier findest du weitere Beiträge rund um das Thema Oracle Da­ten­ban­ken aus unserem News & Insights Bereich.

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