Home → Servicewelten → Oracle Critical Patch Update Oktober 2026 veröffentlicht – Jetzt handeln!
Am 20. Oktober 2026 hat Oracle das vierte Critical Patch Update des Jahres veröffentlicht. Das Paket umfasst insgesamt » 1.295 neue Sicherheitspatches über alle Produktfamilien hinweg. Die Lücken betreffen sowohl den eigenen Code von Oracle als auch eingebundene Drittanbieter-Komponenten, und ein Teil davon wirkt sich produktübergreifend aus.
Wer seine Oracle-Systeme zeitnah absichern will, sollte die Updates nicht auf die lange Bank schieben. Oracle weist ausdrücklich darauf hin, dass Angreifer bereits veröffentlichte Lücken gezielt ausnutzen, und zwar genau dort, wo verfügbare Patches nicht eingespielt wurden. Je länger ein System ungepatcht bleibt, desto größer wird das Risiko für Datenabfluss, Systemausfälle und Compliance-Verstöße.
Wir haben die für unsere Kunden wichtigsten Produktbereiche herausgegriffen und die Angaben direkt aus dem Oracle-Advisory übernommen. Die Base Scores stammen aus den jeweiligen Risk Matrices.
Für Oracle Fusion Middleware liefert das Oktober-CPU » 206 neue Sicherheitspatches. Davon sind 134 über das Netzwerk ohne Authentifizierung ausnutzbar. Das betrifft typische Middleware- und Integrationskomponenten wie WebLogic Server, Oracle HTTP Server, SOA Suite, Service Bus oder Identity Manager. Der höchste Base Score in diesem Bereich liegt bei 10.0.
Im Bereich MySQL schließt das Update » 98 Sicherheitslücken. 29 davon sind remote und ohne Authentifizierung angreifbar. Der höchste Base Score beträgt 9.8. Betroffen sind unter anderem die Linien MySQL Server 8.4, 9.7 und 26.7 sowie MySQL Cluster, MySQL Router und MySQL Enterprise Backup. Gerade Datenbankserver mit Netzwerkzugriff sollten hier priorisiert werden.
Für Oracle Java SE nennt Oracle » 55 neue Sicherheitspatches. 49 davon sind remote ohne Authentifizierung ausnutzbar, der höchste CVSS-Wert liegt bei 7.5. Betroffen sind unter anderem die Java-SE-Versionen 8u503, 11.0.32.1, 17.0.20.1, 21.0.12.1, 25.0.4.1, 26.0.2 und 27 sowie JavaFX und GraalVM. Wo Java-Runtimes aktiv genutzt werden, lohnt sich eine Bestandsaufnahme, welche Versionen tatsächlich im Einsatz sind.
Beim Oracle Database Server umfasst das Oktober-CPU » 14 neue Sicherheitspatches. Vier davon lassen sich remote ohne Authentifizierung ausnutzen. Zwei Patches betreffen zusätzlich Client-only-Installationen, also Systeme ohne installierten Database Server. Der höchste Base Score liegt bei 9.8 und betrifft eine Schwachstelle in der OpenSSL-Komponente der RDBMS (CVE-2026–75803). Betroffen sind die Versionen 19.3 bis 19.32, 21.3 bis 21.23 und 23.4.0 bis 23.26.3.
Für den Oracle Enterprise Manager enthält das Advisory » 12 neue Sicherheitspatches. Zwei davon sind remote ohne Authentifizierung ausnutzbar. Der höchste Base Score liegt bei 9.9. Betroffen sind unter anderem Enterprise Manager Base Platform, Enterprise Manager for Oracle Database, for Siebel und for Virtualization in den Versionen 13.5 und 24.1.
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Daten noch einmal kompakt zusammen – inklusive des jeweils höchsten CVSS-Basiswerts pro Produktbereich.
|
Betroffenes Produkt
|
Anzahl Patches
|
Remote ausnutzbar?
|
Höchster Base Score
|
|---|---|---|---|
|
Oracle Fusion Middleware (WebLogic Server)
|
206
|
ja (134)
|
10.0
|
|
Oracle MySQL Server
|
98
|
ja (29)
|
9.8
|
|
Oracle Java SE
|
55
|
ja (49)
|
7.5
|
|
Oracle Database Server
|
14
|
ja (4)
|
9.8
|
|
Enterprise Manager (Cloud Control)
|
12
|
ja (2)
|
9.9
|
Weitere Details, Patch-Verfügbarkeit und Installationshinweise findest du in den » Oracle Security Alerts.
Zur optimalen Planung hat Oracle die nächsten Termine für kommende Patch-Veröffentlichungen bereits angekündigt. Sicherheitspatches erscheinen jeweils am dritten Dienstag des Monats:
Das Oktober-CPU zeigt wieder deutlich, wie breit die Sicherheitsanforderungen in gewachsenen Oracle-Landschaften sind. Besonders kritisch ist, dass ein großer Teil der Lücken über das Netzwerk ausnutzbar ist, teils sogar in der großen Mehrzahl der Fälle. Exponierte Systeme sollten daher zuerst betrachtet werden.
Praktisch empfiehlt es sich, zunächst eine vollständige Übersicht aller eingesetzten Oracle-Produkte inklusive Abhängigkeiten zu erstellen. Anschließend lassen sich die Updates nach Erreichbarkeit, CVSS-Bewertung und geschäftlicher Relevanz priorisieren. Client-Installationen und Management-Komponenten gehören dabei ausdrücklich dazu.
Kennst du schon unseren ASPICON Patch-Management-Service?
Als unser Kunde profitierst du von unserem Patch-Management-Service. Das heißt:
Ruf uns gern an, um dich auf unserer Patchliste eintragen zu lassen und deine Systeme optimal zu schützen: +49.371.909515–100
Marcel
Senior Account Manager bei ASPICON
Tel: +49.371.909515–100
Hier findest du Infos zu den vergangenen » Patch Updates und weitere nützliche Hinweise zum Thema Patchen im Allgemeinen aus unserem News und Insights Bereich.
Share this article
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen